Kinderorthopädie

Beinverkürzung

Kommt es auch ohne Unfallereignis zu Luxationen, liegen in der Regel knöcherne oder weichteilige Veränderungen vor, die ein Auskugeln der Kniescheibe begünstigen. Hierzu gehören z.B. eine angeborene Fehlform der knöchernen Gleitrinne am Oberschenkel oder der Kniescheibe selbst. Auch ein X-Bein, ein Drehfehler der Beinachse oder eine hochstehende Kniescheibe kann zu wiederkehrenden Luxationen führen. Eine allgemeine Überbeweglichkeit und ein Muskelungleichgewicht der Oberschenkelmuskulatur können ein Auskugeln der Kniescheibe begünstigen. Meist ist die Ursache ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.

Da viele verschiedene Faktoren die Luxation auslösen können, ist es wichtig zunächst die Ursache der Luxationen zu ermitteln. Hierfür führen wir neben der klinischen eine Reihe von bildgebenden Untersuchungen (Röntgen, Ganzbeinaufnahme, MRT, Rotationsmessung der Beinachsen) durch. Die hierdurch ermittelten Ursachen können dann gezielt entweder operativ oder konservativ behandelt werden. In jedem Fall ist ein physiotherapeutisches Training notwendig, zur Verbesserung der muskulären Stabilisierung der Beinachse, Beseitigung von Muskelungleichgewichten und Optimierung der muskulären Führung des Kniegelenkes und der Kniescheibe. Wichtiges Ziel ist hierbei auch das Erlernen von Heimübungen, die der Patient in seinen Alltag integrieren kann.

Dr. med.
Eva von Stillfried

Kinderorthopädie
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