Fuß/Sprunggelenk

Knick-/Plattfuß

Unter einem Knickplattfuß versteht man die Abflachung des Fußlängsgewölbes mit einer Vorfußauswärtsdrehung und einer X-Stellung des Rückfußes. Der Knickplattfuß ist im Kindesalter relativ häufig. Ab einer bestimmten Fehlstellung sollte zunächst mit speziell angepassten Einlagen und Physiotherapie behandelt werden. Spätestens bis zum Ende des Wachstums jedoch sollte eine Aufrichtung der Fußwölbung eingetreten sein. Bei ausgeprägten Fehlstellungen muss auch im Kindesalter operativ vorgegangen werden.

Tritt die Fehlstellung erst im Erwachsenenalter auf, wird sie meist durch eine Sehnenerkrankung verursacht.

Bei der sog. Tibialis posterior Insuffizienz ist die Sehne narbig verändert oder gar gerissen. Bei leichteren Fällen wird eine Gipsruhigstellung durchgeführt, schwerere Formen müssen mit Operationen an den Sehnen (FDL-Transfer), Knochen (Umstellungsosteotomien) oder Gelenken (Arthrodesen) behandelt werden.

Bei flexiblen Fehlstellungen lässt sich der Fuß manuell noch in eine Normalstellung zurückbringen. Diese Veränderungen kann man mit Rückfußkorrekturen, Sehnen- und Bandoperationen noch korrigieren. Beim fixierten Knickplattfuß liegen häufig deutliche Arthroseveränderungen vor. Hier müssen dann Gelenkversteifungen vorgenommen werden, um eine normale Stellung und damit Schmerzfreiheit zu erreichen.

Fuß
Dr. med.
Ulf Bertram

Fuß- und Sprunggelenkchirurgie
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