Anästhesie und Narkose

Allgemeinanästhesie

Liebe Patientin, lieber Patient,

auf diesen Seiten möchten wir Sie über das Thema Anästhesie informieren. Das Wort „Anästhesie“ kommt aus dem Griechischen und heißt Empfindungslosigkeit. Diese Empfindungslosigkeit stellen wir Anästhesisten für die Dauer der Operation vorübergehend her. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Wir führen in der Vulpius Klinik sowohl Teilnarkosen (Regionalanästhesien) als auch Vollnarkosen durch. Welches Verfahren für Sie eingesetzt wird, besprechen wir mit Ihnen im Aufklärungsgespräch. Immer mehr Patienten wünschen heute eine Teilnarkose, da diese für den Körper sehr schonend ist. Auch bei einer Teilnarkose schläft man während der Operation.

Fragen zur Anästhesie

Metformin ist ein Blutzuckermedikament. Es muss 48 Stunden vor der Operation abgesetzt werden.

Alle Patienten, denen ASS wegen einer Herzerkrankung, oder Gefäßerkrankung verschrieben wird, müssen es bis zur OP weiternehmen. Wenn es nur vorbeugend eingenommen wird, sollte es abgesetzt werden.

Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, müssen Sie diese vor der Operation nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt umsetzen lassen. Niemals dürfen Sie diese Medikamente von sich aus absetzen.

In der Regel ja, Einzelfallentscheidungen sind aber möglich. Fragen Sie im Aufklärungsgespräch nach.

Bringen Sie bitte Ihr CPAP-Gerät mit. Bei Patienten mit Schlaf-Apnoe bevorzugen wir Teilnarkose, jedoch ist auch eine Vollnarkose möglich.

Auch bei Patienten mit Vorerkrankungen am Herzen ist eine Operation möglich. In diesem Fall ist es für uns sehr wichtig, dass Sie uns Befunde Ihres Kardiologen mitbringen, damit wir die Narkose bei Ihnen optimal vorbereiten und durchführen können.

Ein Schlaganfall spricht nicht gegen eine Operation. In diesem Fall ist es für uns sehr wichtig, dass Sie uns Befunde Ihres behandelnden Arztes  mitbringen, damit wir die Narkose bei Ihnen optimal vorbereiten und durchführen können.

Auch bei Patienten mit Asthma ist eine Operation möglich. In diesem Fall ist es für uns sehr wichtig, dass Sie uns Befunde Ihres Lungenfacharzt mitbringen, damit wir die Narkose bei Ihnen optimal vorbereiten und durchführen können.

Diese Frage kann nicht mit einem einzigen Satz beantwortet werden. Für ältere Patienten die operiert werden ist die Situation in der Klinik häufig eine besondere Herausforderung. Die Patienten befinden sich plötzlich in einer fremden Umgebung, die vertrauten Bezugspersonen sind über einen längeren Zeitraum nicht verfügbar und eine Operation in Narkose wird durchgeführt. Diese Gesamtsituation kann so anstrengend sein, dass die Patienten nach der Operation vorübergehend verwirrt sein können. In seltenen Ausnahmefällen, kann es bei einer vorbestehenden Demenz auch zu einer länger anhaltenden oder dauerhaften Verwirrtheit kommen. Hier darf man aber nicht vergessen, dass dauerhafte Schmerzen für einen älteren Menschen auch sehr belastend sind und sich ebenfalls negativ auf die geistige Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität auswirken können. Wenn Sie sich diesbezüglich Sorgen machen, sprechen Sie uns bitte beim Anästhesiegespräch darauf an, wir überlegen dann mit Ihnen gemeinsam, wie wir die Situation gut kontrollieren können.

Hier spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Daher werden  wir diese Frage mit Ihnen persönlich beim Anästhesiegespräch klären.